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  1. #1
    neu hier Benutzerbild von quentina
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    Standard Hymnen aus dem Stundenbuch "Te Deum"

    Freunde, dass der Mandelzweig
    wieder blüht und treibt,
    ist das nicht ein Fingerzeig,
    dass die Liebe bleibt?
    Dass das Leben nicht verging,
    soviel Blut auch schreit,
    achtet dieses nicht gering
    in der trübsten Zeit.

    Tausende zerstampft der Krieg,
    eine Welt vergeht.
    Doch des Lebens Blütensieg
    leicht im Winde weht.
    Freunde, dass der Mandelzweig
    sich in Blüten wiegt,
    bleibe uns ein Fingerzeig,
    wie das Leben siegt.

    Schalom Ben-Chorin (nach Jer. 1,11)

  2. #2
    Moderation Benutzerbild von be-holy
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    Standard Hymnen aus dem Stundenbuch "Te Deum"

    Original von Quentina
    Hymnus aus dem Stundenbuch "Te Deum"

    Hymnus
    O Feuer des Tröstergeistes,
    Leben des Lebens aller Geschöpfe!
    Heilig bist du – du belebst die Gebilde.
    Heilig bist du – du reinigst die schwärenden Wunden.

    Du mächtiger Weg, der alles durchzieht
    In Höhen – auf Erden – in allen Tiefen,
    du fügest und schließest ja alles in eins.

    Durch dich wogen Wolke
    und fliegen die Lüfte,
    träufeln die Steine,
    und Bäche entströmen den Quellen,
    lässt sprossen die Erde das Grün.

    Du bringst auch stets Menschen
    Voll Einsicht hervor,
    beglückt durch den Odem der Weisheit.

    Und darum sei Lob dir,
    du Stimme des Lobes,
    du Freude des Lebens,
    du Hoffnung und mächtiger Ruhm,
    weil du die Gaben des Lichtes verteilst.

    Hildegard von Bingen

    Shalom

    Ergänzung lt. Angabe von Quentina: entnommen aus dem Stundenbuch "Te Deum" der Benediktiner-Oblaten.
    "Hoffen wir auf den Herrn!" Sel. P.Schwartz

  3. #3

    Standard

    Hymnus

    Schon zieht herauf des Tages Licht,


    wir flehn zu Gott voll Zuversicht:
    Bewahre uns an diesem Tag
    vor allem, was uns schaden mag.

    Bezähme unsrer Zunge Macht,
    daß sie nicht Haß und Streit entfacht;
    laß unsrer Augen hellen Schein
    durch Böses nicht verdunkelt sein.

    Rein sei das Herz und unversehrt
    und allem Guten zugekehrt.
    Und gib uns jeden Tag das Brot
    für unsre und der Brüder Not.

    Senkt sich hernieder dann die Nacht
    und ist das Tagewerk vollbracht,
    sei dir all unser Tun geweiht
    zum Lobe deiner Herrlichkeit.

    Dich, Vater, Sohn und Heil’ger Geist,
    voll Freude alle Schöpfung preist,
    der jeden neuen Tag uns schenkt
    und unser ganzes Leben lenkt. Amen.
    Nach »Iam lucis orto sidere«;
    Ambrosius +397 Stundenbuch
    Niemand weiss, was Trost oder Schmerz oder Sehnsucht ist,
    er werde denn selbst von diesen Dreien ergriffen.
    Mechthild von Magdeburg

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