Onlineuser
'Wer ist online' anzeigen Benutzer: 0
Gäste: 89
Gesamt: 89
Team: 0
Freunde anzeigen
Statistik
Themen:
1748
Beiträge:
30771
Benutzer:
475
Aktive Benutzer:
21
Links:
17
Wir begrüßen unseren neuesten Benutzer: Marienkind
Mit 392 Benutzern waren die meisten Benutzer gleichzeitig online (04.01.2016 um 07:06).
Neue Benutzer:
07.04.2018
Marienkind
23.03.2018
Laserlight
04.01.2018
Silvia...
29.12.2017
fliesser.a...
27.12.2017
Hans-Ulric...
Was soll Startseite sein?

Portal : 39,29%

Forum : 53,57%

Keine Meinung: 7,14%
Teilnehmer: 28. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen
Heute hat keiner Geburtstag.
Letzte Links
Gebetsgemeinschaft... Link Gebetsgemeinschaft Bamberg aufrufen
Views: 1553, Kommentare: 0
Ökomenisches... Link Ökomenisches Heiligen Lexikon aufrufen
Views: 1998, Kommentare: 0
Der Heilige Stuhl Link Der Heilige Stuhl aufrufen
Views: 1593, Kommentare: 0
EWTN TV Link EWTN TV aufrufen
Views: 1887, Kommentare: 0
Bibel TV Link Bibel TV aufrufen
Views: 1625, Kommentare: 0
L´Osservatore Romano Link L´Osservatore Romano aufrufen
Views: 1863, Kommentare: 0
Radio Horeb Link Radio Horeb aufrufen
Views: 1749, Kommentare: 0
Radio Vatikan -... Link Radio Vatikan - offizielle Webseite aufrufen
Views: 1733, Kommentare: 0
Priesterbruderschaft... Link Priesterbruderschaft St. Petrus aufrufen
Views: 1654, Kommentare: 0
Barmherzigkeit.Info Link Barmherzigkeit.Info aufrufen
Views: 1682, Kommentare: 0
24 Stunden in... Link 24 Stunden in Lourdes aufrufen
Views: 1695, Kommentare: 0
Konfraternität St... Link Konfraternität St Petrus aufrufen
Views: 1731, Kommentare: 0
K-TV Link K-TV aufrufen
Views: 1649, Kommentare: 0
Friedensfürst Link Friedensfürst aufrufen
Views: 1718, Kommentare: 0
+ Auf Thema antworten
Seite 1 von 6 1 2 3 ... LetzteLetzte
Zeige Ergebnis 1 bis 10 von 53
  1. #1
    Martin
    Gast

    Standard Maria - Lauretanische Litanei und Impulse dazu

    Grüss Gott!

    Die Lauretanische Litanei ist ein sehr traditionelles, schönes und auch von den Heiligen hochgeachtetes Mariengebet. Diesem Gebet, welches sich dem Geheimnis Mariens annähern und sie als Mutter, Königin und Fürsprecherin ehren und bitten will, möchte ich einen eigenen Thread widmen, in dem Ihr einige Gedanken zu dieser Litanei findet. Er wächst hoffentlich noch etwas, mit der Zeit...
    Hier ist der Thread zum Austausch: http://www.marienforum.net/viewtopic.php?t=548
    Wenn möglich bitte keine Kommentare in diesem Thread. Danke!

    Gruss, Martin


    Lauretanische Litanei

    Herr, erbarme dich unser
    Christus, erbarme dich unser
    Herr, erbarme dich unser
    Christus, höre uns - Christus, erhöre uns
    Gott Vater vom Himmel, erbarme dich unser
    Gott Sohn, Erlöser der Welt, ...
    Gott Heiliger Geist, ...
    Heilige Dreifaltigkeit, ein einiger Gott, ...

    Heilige Maria, bitte für uns
    Heilige Gottesgebärerin, ...
    Heilige Jungfrau über allen Jungfrauen

    Mutter Christi
    Mutter der Kirche
    Mutter der göttlichen Gnade
    Du reine Mutter
    Du keusche Mutter
    Du unversehrte Mutter
    Du unbefleckte Mutter
    Du liebenswürdige Mutter
    Du wunderbare Mutter
    Du Mutter des guten Rates
    Du Mutter des Schöpfers (hier beginnt Seite 2 des Threads)
    Du Mutter des Erlösers

    Du weise Jungfrau
    Du ehrwürdige Jungfrau
    Du lobwürdige Jungfrau
    Du mächtige Jungfrau
    Du gütige Jungfrau
    Du getreue Jungfrau

    Du Spiegel der Gerechtigkeit
    Du Thron der Weisheit
    Du Ursache unserer Freude
    Du Kelch des Geistes
    Du ehrwürdiger Kelch
    Du erlesener Kelch der Hingabe
    Du geheimnisvolle Rose
    Du starker Turm Davids (hier beginnt Seite 3 des Threads)
    Du elfenbeinerner Turm
    Du goldenes Haus
    Du Bundeslade
    Du Pforte des Himmels
    Du Morgenstern

    Du Heil der Kranken
    Du Zuflucht der Sünder
    Du Trösterin der Betrübten
    Du Helferin der Christen

    Du Königin der Engel
    Du Königin der Patriarchen
    Du Königin der Propheten
    Du Königin der Apostel
    Du Königin der Märtyrer
    Du Königin der Bekenner (hier beginnt Seite 4 des Threads)
    Du Königin der Jungfrauen
    Du Königin aller Heiligen
    Du Königin, ohne Erbsünde empfangen
    Du Königin, in den Himmel aufgenommen
    Du Königin des heiligen Rosenkranzes
    Du Königin des Friedens

    Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünden der Welt, verschone uns, o Herr
    Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünden der Welt, erhöre uns, o Herr
    Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünden der Welt, erbarme dich unser

    Bitte für uns, o heilige Gottesgebärerin, auf daß wir würdig werden der Verheißungen Christi.
    Lasset uns beten. Herr und Gott, wir bitten dich:
    Gewähre uns, deinen Dienern, immerdar Gesundheit des Leibes und Heil der Seele.
    Höre auf die himmlische Fürsprache der seligen, allzeit jungfräulichen Mutter Maria.
    Nimm von uns die Traurigkeit dieser Zeit, dereinst aber gib uns die ewige Freude.
    Durch Christus, unsern Herrn.

    Amen.

  2. #2
    Martin
    Gast

    Standard

    Allgemeines

    Die Litanei ist eine Art von Flehgebet. Wenn sie in Gemeinschaft gebetet wird, spricht ein Vorbeter die einzelnen Bitten und die Gemeinschaft antwortet mit einem zumeist gleichbleibenden Flehruf wie „bitte für uns“ oder „erbarme dich unser“. Die ältesten und traditionsreichsten Litaneien sind die Allerheiligenlitanei und die Lauretanische Litanei. Bis ins 19. Jahrhundert hinein blieben es die einzigen beiden kirchlich approbierten Litaneien, obwohl es zahlreiche andere bereits gab. Das mag uns die Bedeutung dieser beiden Litaneien ins Bewusstsein rufen.

    Die Lauretanische Litanei stammt aus dem berühmten - und ältesten Marienwallfahrtsort - Loreto. Die Urform der Lauretanischen Litanei entstand im 12. Jahrhundert, eine Neufassung, die der heutigen recht ähnlich ist, wurde im 16. Jahrhundert kirchlich approbiert. Für die Verbreitung der Lauretanischen Litanei in den deutschsprachigen Ländern sind vor allem Die Jesuiten verantwortlich.

    Das Gebet, wie generell in Litaneien üblich, wendet sich im ersten Teil an die Heiligste Dreifaltigkeit. Dennoch dürfen wir uns auch hier schon mit der Allerseligsten Jungfrau vereint wissen. Sie ist ja unsere gute Mutter und mächtige Fürsprecherin. Wir dürfen in diese Flehrufe vor Gott all unsere Anliegen hineinlegen und wissen, dass uns Maria immer beisteht und unsere Anwältin vor Gott ist. Sie vervollkommnet unser Beten, sie trägt es vor Gott und sie reinigt es von unlauteren Absichten und Motivationen. Objektiv immer erhörungwürdiges Gebet im Willen Gottes ist, dass wir auf dem Weg der Heiligkeit voranschreiten, dass der Wille Gottes an uns geschehe, dass wir immer mehr zu wahren Jüngern - hingegeben an Gott - werden, dass wir vom Heiligen Geist mehr und mehr durchflutet werden, dass wir den Weg des Gebetes und der Liebe immer tiefer verstehen und gehen, dass wir einst Heimat bei Gott finden, Verzeihung unserer Sünden und das Erbarmen Gottes.

    Die ersten drei marianischen Bitten muten wie ein Epilog an. Sie sind allgemein gehalten und es geht um grundlegende Eigenschaften Mariens, Maria, Meer der Gnade, Mutter Gottes, wahre Gottesgebärerin, zugleich ewige reine Jungfrau.

    In den weiteren zwölf Bitten geht es um das Geheimnis der Mutterschaft Mariens, welches in seinen Schattierungen ausgeleuchtet wird.

    Dem schliessen sich sechs Bitten an, in denen Maria als Jungfrau beschrieben wird.

    Es folgen dreizehn stark metaphorische Anrufungen. Die ersten drei Anrufungen könnten wiederum ein Bild für die starke Verbundenheit mit der (gesamten) göttlichen Dreifaltigkeit sein, denn Gerechtigkeit wird mit dem Vater assoziiert, Weisheit mit der menschgewordenen Weisheit, Jesus Christus, und die Freude ist eine Frucht des Heiligen Geistes. Die drei Kelchanrufungen sind Bild für das Gefäss Gottes, welches nicht mit sich selbst, sondern in der totalen Hingabe (an den göttlichen Willen) mit Gott gefüllt ist. Denn Maria ist in vollem Umfange die Krone der Schöpfung, die in der Liebesvereinigung mit der Allerheiligsten Dreifaltigkeit steht und in ihrem Magdsein Gottes Gefäss ist, in welches Er seine Gnade eingegossen hat. So ist Maria ganz Vorbild für uns, es zeigt ihre vorzüglichsten Eigenschaften. Die „geheimnisvolle Rose“ deutet einerseits die Schönheit Mariens an sowie, dass Mariens wahres Wesen alle diese Worte übersteigt, es bleibt Geheimnis, tiefgründig und in Gott verborgen. Die drei architektonischen Anrufungen schildern Maria als ein Bollwerk und Wohnung Gottes. Die drei folgenden Anrufungen (Bundeslade, Himmelspforte, Morgenstern) nehmen Maria ganz nah hinein in das Geheimnis der Erlösung, sie, die den Erlöser in sich trug (Bundeslade), ihn geboren hat, als Morgenstern der Sonne des Heils vorausgegangen ist.

    Im folgenden werden vier wesentliche Eigenschaften Mariens geschildert, vier besondere Charismen, die ihre Aufgaben im Heilsplan Gottes schildern.

    Die marianischen Anrufungen enden mit zwölf Titulierungen als Königin.

    Es folgt ein Anruf der Christozentrik, der uns deutlich macht, dass wir letztlich alle Gnade und alles Erbarmen dem einen Mittler Jesus Christus zu verdanken haben und Er der wahre Erlöser der Menschheit ist.

    Maria ist ein mächtiges Werkzeug im göttlichen Heilsplan, sie ist die Fürbitterin und Mittlerin der Gnade, unser aller treu fürsorgende Mutter und Helferin. So wendet sich das abschliessende Gebet in diesem Geist an sie.

  3. #3
    Martin
    Gast

    Standard

    1. Bitte: Heilige Maria, bitte für uns

    Der Name Maria ist sicher kein Zufall. In der Tradition der Kirche nimmt dieser Name und auch das Wesen Mariens eine bedeutende Rolle ein.
    Maria heisst "Meere" (lat.), Meere der Gnade (spirituelle Tradition). Gott hat Meere von Gnaden in Maria gesammelt, sie ist die Krone der Schöpfung, so, wie der Mensch in seiner eigentlichen Berufung gedacht war, die neue, die andere Eva.
    Aus dem Hebräischen kann man Maria mit "die Gott Liebende" oder "die von Gott Geliebte" übersetzen. Beides trifft sicher in hohem Masse und grosser Strahlkraft auf Maria zu.

    Einige kurze Betrachtungstexte zur Person und zum Namen Mariens nach dem heiligen Ludwig Maria Grignion von Montfort:

    Gott Vater hat alle Wasser gesammelt und sie Meer genannt; er hat alle Gnaden gesammelt und sie Maria genannt. Der große Gott besitzt einen übervollen Schrein, eine Schatzkammer, in der er alle Schönheit, allen Glanz, alles, was selten und kostbar ist, eingeschlossen hat, selbst seinen eigenen Sohn. Diese unermeßliche Schatzkammer ist niemand anders als Maria. Die Heiligen nennen sie denn auch Gottes Schatzkammer, aus deren Fülle die Menschen ihre Reichtümer empfangen. [...]

    Gott brauchte zwar Maria nicht unbedingt. Doch war es sein ausdrücklicher Wille, daß sie notwendig sei. Wenn darum Gott schon Mariens bedurfte, dann ist sie den Menschen zur Erreichung ihres Endzieles erst recht notwendig. Darum darf man die Marienverehrung nicht einfach der Verehrung der übrigen Heiligen gleichsetzen. Sie ist viel notwendiger und keineswegs unserem Belieben anheimgestellt.

    Der gelehrte und fromme Suarez aus der Gesellschaft Jesu, der weise und fromme Justus Lipsius, Doktor von Löwen, und viele andere haben klar bewiesen, daß die Marienverehrung zum Heile notwendig ist. Sie stützten sich auf die Auffassung der Kirchenväter, wie des heiligen Augustinus, des heiligen Diakons Ephrem von Edessa, des heiligen Cyrill von Jerusalem, des heiligen Germanus von Konstantinopel, des heiligen Johannes von Damaskus, der Heiligen Anselm, Bernhard, Bernardin, Thomas, Bonaventura und vieler anderer. Ebenso haben sie bewiesen, es sei ein sicheres Zeichen für das Fehlen der Gotteskindschaft. wenn jemand keine Achtung und Liebe für die seligste Jungfrau hege. Dies geben sogar Ökolampad und andere Irrlehrer zu. Andrerseits sei aber eine echte und vollkommene Liebe und Hingabe an sie ein sicheres Zeichen der Auserwählung.

    Die Vorbilder und Aussprüche des Alten und Neuen Testaments beweisen dies, die Auffassung und das Beispiel der Heiligen bekräftigen es, die Vernunft und die Erfahrung lehren und zeigen es; selbst die Teufel und die bösen Geister haben es oft unter dem Zwang der Wahrheit widerwillig bekennen müssen. Von den vielen Textstellen bei den heiligen Kirchenvätern und Lehrern, die ich gesammelt habe, um diese Wahrheit zu beweisen, will ich der Kürze halber nur einen Ausspruch des heiligen Johannes von Damaskus anführen: »Die Liebe zu dir, o Maria, ist eine Waffe des Heiles, die Gott jenen verleiht, die er retten will.«
    Ich könnte als Beweis hier einige Begebenheiten anführen. Es wird in der Lebensbeschreibung des heiligen Franziskus erzählt, er habe einst in der Verzückung eine große Leiter gesehen, die in den Himmel führte. Auf der obersten Sprosse stand die Gottesmutter, und es wurde ihm bedeutet, daß er dort zu ihr hinaufsteigen müsse, um in den Himmel zu gelangen. In der Lebensgeschichte des heiligen Dominikus wird berichtet, die heilige Jungfrau habe bei einer Teufelsaustreibung den Dämonen geboten, die Macht der Marienverehrung offen zu bekennen. [...]

    Bei der großen Verderbnis der Welt ist es schwer, in der Gnade zu verharren. Die Welt ist heutzutage so verdorben, daß fast unvermeidlich selbst fromme Herzen befleckt werden, wenn schon nicht von ihrem Schmutz, dann doch zumindest von ihrem Staub. Es ist beinahe ein Wunder, wenn jemand inmitten dieser heftigen Strömung standhält und nicht mitgerissen wird; wenn er in diesem stürmischen Meere nicht untergeht oder von räuberischen Piraten ausgeplündert wird; wenn er in dieser verpesteten Luft nicht angesteckt wird. Und wer vermag dieses Wunder zu wirken? Nur Maria, die einzig getreue Jungfrau, an der die Schlange niemals einen Anteil hatte; sie wirkt es für jene, die sich ihr ganz hingeben. [...]

    Es kommt also darauf an, Maria in Wahrheit zu finden, um jede Gnade überreich zu finden. Gott ist unumschränkter Herr und könnte darum auch unmittelbar das geben, was er gewöhnlich nur durch Maria gibt. Aber nach dem Plan, den die göttliche Weisheit nun einmal festgelegt hat, schenkt er sich - wie auch der heilige Thomas lehrt - den Menschen in der jetzigen Ordnung der Gnade durch Maria. Um uns zu Gott zu erheben und mit ihm zu vereinigen, müssen wir den gleichen Weg gehen, auf dem er zu uns kam, um Mensch zu werden und uns seine Gnaden zu schenken; und dieser Weg ist Maria. [...]

    Gott Vater hat Maria seine Fruchtbarkeit mitgeteilt, soweit ein bloßes Geschöpf sie aufnehmen konnte. So hat er ihr die Macht verliehen, seinen Sohn und alle Glieder des mystischen Leibes Christi hervor-zubringen.

    Gott Sohn stieg als neuer Adam in Mariens jungfräulichen Schoß herab, der für ihn das irdische Paradies war. Er hat darin sein Wohlgefallen gefunden und im Verborgenen Wunder der Gnade gewirkt. Der mensch-gewordene Gott sah seine Freiheit darin, in Mariens Schoß gefangen zu sein. Er offenbarte seine Macht, indem er sich von diesem zarten Mädchen umhertragen ließ. Er erblickte seine und seines Vaters Herrlichkeit darin, seinen Glanz allen Geschöpfen hienieden zu verbergen, um ihn nur Maria kundzutun. Seine Unabhängigkeit und seine Majestät verherrlichte er, indem er von dieser liebenswerten Jungfrau abhängig sein wollte in seiner Empfängnis, in seiner Geburt, in seiner Darstellung im Tempel, in seinem 30-jährigen verborgenen Leben. Ja noch in seinem Tode, bei dem sie zugegen sein mußte, wollte er mit ihr zusammen ein einziges Opfer darbringen. Mit ihrer Einwilligung sollte er dem ewigen Vater geopfert werden, so wie einst Isaak mit Abrahams Zustimmung zum göttlichen Willen. Sie ist es, die ihn gestillt, genährt, gepflegt, auferzogen und für uns dahingegeben hat.

    Wie wunderbar und unfaßlich ist doch eine solche Abhängigkeit Gottes! Der Heilige Geist konnte davon im Evangelium nicht schweigen, obwohl er doch sonst all das Wunderbare verschwieg, das die rnenschgewordene Weisheit während ihres verborgenen Lebens gewirkt hat. So wollte er uns den unendlichen Wert und die Schönheit dieser Abhängigkeit zeigen. Dadurch, daß Jesus Christus dreißig Jahre lang seiner Mutter untertan war, hat er seinen himmlischen Vater mehr verherrlicht, als wenn er die ganze Welt bekehrt und die größten Wunder gewirkt hätte.

    Wenn wir das übrige Leben Jesu aufmerksam betrachten, finden wir, daß er seine Wunder durch Maria beginnen wollte. Er hat Johannes den Täufer im Schoße seiner Mutter Elisabeth durch das Wort Mariens geheiligt. Kaum hatte Maria gesprochen, da war Johannes geheiligt, das war Jesu erstes und größtes Wunder in der Ordnung der Gnade. Bei der Hochzeit zu Kana verwandelte er auf Mariens demütiges Bitten das Wasser in Wein; das war sein erstes Wunder in der Ordnung der Natur. Er hat seine Wunder durch Maria begonnen. Durch Maria hat er sie fortgesetzt und wird sie weiter fortsetzen bis zum Ende der Zeiten.

    Gott der Heilige Geist bringt keine weitere göttliche Person hervor. Er wird also in Gott selbst nicht fruchtbar, ist aber in Maria fruchtbar geworden, mit der er sich vermählt hat. Mit ihr und in ihr hat er sein Meisterwerk, den Gottmenschen, hervorgebracht; mit ihr und in ihr bringt er täglich bis zum Ende der Welt die Auserwählten und die Glieder am Leibe dieses anbetungswürdigen Hauptes hervor. Je mehr er darum seine teure und unzertrennliche Braut Maria in einer Seele findet, desto mehr kann er in dieser Seele wirken, desto besser kann er Christus in ihr hervorbringen und umgekehrt die Seele in Christus.

    Das soll natürlich nicht heißen, daß die allerseligste Jungfrau dem Heiligen Geist erst die Fruchtbarkeit verleiht, als besäße er sie nicht schon; er ist Gott und besitzt darum die Fruchtbarkeit oder Fähigkeit des Hervor-bringens wie der Vater und der Sohn. Ich möchte damit nur sagen, daß der Heilige Geist sich Mariens bedienen will, obwohl er ihrer nicht im geringsten bedarf, und daß er auf diesem Wege seine Fruchtbarkeit verwirklicht, indem er in ihr und durch sie Jesus Christus und dessen Glieder hervorbringt. Das ist ein Geheimnis der Gnade, das selbst vielen gelehrten und frommen Christen unbekannt ist. [...]

    Niemals gab es ein Geschöpf, niemals wird es eines geben, in dem Gott größer ist als in der himmlischen Jungfrau Maria - abgesehen von der Größe, die er in sich selbst hat -, nicht einmal in den höchsten Seraphim im Paradies. Maria ist Gottes Paradies und seine mit Worten nicht zu beschreibende Welt. Gott Sohn ist in sie eingegangen, um Wunder in ihr zu wirken, sie zu behüten und sein Wohlgefallen in ihr zu finden. Für den Menschen auf seiner Pilgerfahrt schuf Gott eine Welt, die Welt, die wir bewohnen. Für den verklärten Menschen schuf er eine andere Welt, das himmlische Paradies. Aber auch für sich selbst hat er eine Welt geschaffen, die er Maria nannte; eine Welt, die fast allen Sterblichen hienieden unbekannt und für alle Engel und Heiligen des Himmels unbegreiflich ist. Sie sind voll heiligen Staunens, Gott in so erhabener Ferne zu erblicken, so abgesondert und verborgen in seiner Welt, der himmlischen Jungfrau Maria; und so rufen sie ohne Unterlaß: Heilig, heilig, heilig!

  4. #4
    Martin
    Gast

    Standard

    2. Bitte: Heilige Gottesgebärerin, bitte für uns

    Schon in der Bibel finden wir Hinweise auf den Titel Mariens als der Theotokos, der Gottesgebärerin.
    Der Begriff „Mutter Jesu“ findet im Neuen Testament häufiger Verwendung, z.B. in Lk 2,34, Joh 2,1.3, Joh 19,25 oder Apg 1,14. Da Jesus seines Wesens nach wahrer Gott ist - das fleischgewordene Wort (Joh 1,1-3.14), ist Maria Mutter des Gottsohnes, Mutter Gottes. Weitere indikative Bibelstellen sind Lk 1,30-33:
    „Da sagte der Engel zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria; denn du hast bei Gott Gnade gefunden. Du wirst ein Kind empfangen, einen Sohn wirst du gebären: dem sollst du den Namen Jesus geben. Er wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden. Gott, der Herr, wird ihm den Thron seines Vaters David geben. Er wird über das Haus Jakob in Ewigkeit herrschen, und seine Herrschaft wird kein Ende haben.“
    sowie Lk 1,43, indem Elisabeth zu Maria sagt: „Wer bin ich, daß die Mutter meines Herrn zu mir kommt?“

    Die frühe Kirche gab Zeugnis für die wahre Gottheit Jesu Christi, welches mit dem Gottesmutter-Titel Hand in Hand geht. Auf dem Konzil zu Nicäa (325) wurde dieser wesentliche Glaubenssatz „Jesus und der Vater sind dem Wesen nach eins“ geprägt. Das Dogma von Maria der Gottesgebärerin wurde auf dem Konzil zu Ephesus (431) verkündet. Ein Empfinden für Maria und ihre Gottesmutterschaft hat bereits der hl. Ignatius von Antiochen im 1./2. Jh. in seinen Briefen gezeigt. Das erste Mal benutzt wird der Titel der Gottesgebärerin von Alexander v. Alexandrien (+328).

    „Der Sohn Gottes konnte sich auf mannigfache Weise mit einer menschlichen Natur verbinden. Er wollte jedoch so in die menschliche Geschlechterreihe eintreten, dass er als Glied in der Kette der Generationen sichtbar wurde. Denn ihm lag daran, das menschliche Schicksal auf sich zu nehmen, um es von innen her zu verwandeln. Deshalb hat er die menschliche Natur durch eine Frau angenommen und wählte somit jenen Weg, auf dem seit Adam jede »Menschwerdung« geschieht. So wurde eine menschliche Frau seine Mutter. Es gilt daher: Maria ist im wahren und eigentlichen Sinne Mutter Jesu Christi. Sie ist daher auch im wahren und eigentlichen Sinne Mutter Gottes. Diese setzt natürlich den Glauben an die göttliche Subsistenz der menschlichen Natur Jesu voraus.“ (M. Schmaus, Der Glaube der Kirche, V 5 S. 84)

    „Da die menschliche Natur im ersten Augenblick der Empfängnis in die göttliche Person hineingenommen wurde, kann man in Wahrheit sagen, Gott sei empfangen und aus der Jungfrau geboren worden. Eine Frau wird daher deshalb jemandes Mutter genannt, weil sie ihn empfangen und geboren hat. Folglich wird die seligste Jungfrau in Wahrheit »Mutter Gottes« genannt. Nur dann könnte man in Abrede stellen, dass die Jungfrau Maria in Wahrheit Mutter Gottes ist, wenn die menschliche Natur der Empfängnis und Geburt unterworfen gewesen wäre, bevor dieser Mensch Sohn Gottes war - die Ansicht des Photios (gest. um 891) -, oder wenn sie nicht in die Einheit der Person, beziehungsweise des Naturträgers, des göttlichen Wortes aufgenommen worden wäre - die dem Nestorius zugeschriebene Behauptung. Beide Ansichten aber sind irrig. Daher ist es irrgläubig, zu leugnen, dass die seligste Jungfrau »Mutter Gottes« ist (nach Thomas von Aquin“ (M. Schmaus, Der Glaube der Kirche,“ V 5 S. 90)

    „Es fällt auf, dass Jesus selbst Maria nie als »Mutter« ansprach... [...] In allen diesen Stellen ist von der Herzlichkeit, die man im natürlichen Lebensbereiche vom Verhältnis von Mutter und Sohn erwartet, nichts zu spüren. Offenbar verband Jesus mit seiner zurückhaltenden Redeweise die Absicht, zu betonen, dass nicht mehr, wie im Alten Bunde und wie daher seinen Zuhörern bekannt war, die Familienbande, die Abstammung von Abraham das Heil vermitteln wird, sondern die Erfüllung des göttlichen Willens, die Einheit mit Gott im Heiligen Geiste. An die Stelle der nationalen Zugehörigkeit sollte die Zugehörigkeit zu der Christus- und Geistgemeinschaft treten. Gerade hierin übertraf Maria alle anderen Menschen. Unter diesem Aspekt sind die Worte Jesu und sein Verhalten so, dass man von Maria sagen darf, sie habe genau nach diesen Anweisungen Jesu gelebt. Sie musste aber auch ihrerseits, ähnlich wie die jeweils Anwesenden, immer tiefer in die neue Situation, in den Neuen Gottesbund eingeführt werden. Jesus will allen jeweils Beteiligten den großen Wandel verständlich machen und den Sinn seiner Sendung verdeutlichen. [...] Ein schönes Sinnbild hierfür ist die bei den Vätern öfter vorkommende Vorstellung, Maria habe den Sohn Gottes durch das Ohr empfangen. Es wäre eine unberechtigte Vergröberung, wenn man den Vätern ein naturalistisches Bild dieser Art zuschreiben wollte. Die Vorstellung ist vielmehr Ausdruck dafür, dass Maria das Wort Gottes im Glauben aufgenommen hat. Christus wollte mit seinem Worte offensichtlich allen Anwesenden den Sinn für eine höhere, aus Gott lebende, im Heiligen Geist existierende Gemeinschaft erschließen.“ (M. Schmaus, Der Glaube der Kirche, V 5 S. 96)

    „Durch die Mutterschaft Marias gegenüber dem menschgewordenen Logos wird das geschichtliche Hier und Jetzt der Geburt Jesu verbürgt. Der Glaube von der Muttergotteswürde Marias ist denn auch sehr früh in das Apostolische Symbolum aufgenommen worden. Diese Tatsache hat einen hohen Zeugniswert für den Glauben der Alten Kirche. Denn das Apostolische Symbolum wurde Inhalt des Glaubensbewusstseins der Gläubigen. Wo immer der Glaube an Jesus Christus als den Retter angenommen wird, wird auch der Glaube bezüglich seiner Mutter angenommen. Diese Tatsache ist durch die ganze Geschichte der Kirche hindurch greifbar.
    Auch die Reformatoren haben die altkirchlichen Konzilien und deren Symbola angenommen. Erst im Laufe der Entwicklung wurden diese Zeugnisse weithin vergessen oder abgelehnt. Wenn von evangelischer Seite erklärt wird, die Muttergotteswürde Marias sei nicht zu betonen, so scheint sich hier die Gefahr zu erheben, dass ein Moment der Geschichtlichkeit, d.h. der Wirklichkeit Christi unterschätzt wird. Da Gottes Geist selbst dieses Moment für wichtig genug hielt, dass es in der Bibel bezeugt wird, erfordert das Ja zu den evangelischen Berichten, dass es als bedeutsam angenommen wird.
    Noch mal sei betont:
    Das Bekenntnis, dass Maria die Mutter des Herrn und daher Mutter Gottes ist, bildet die Grundlage für alle übrigen mariologischen Aussagen. Sie gibt ihnen die feste und sichere geschichtliche Orientierung. Alle »Vorzüge« Marias sind Folgen ihrer Mutterschaft und können aus ihr entfaltet werden. Diese aber ist begründet im Willen Gottes und seinem ewigen Heilsplan. Dies erlaubt allerdings keine uferlosen Spekulationen, deren Zusammenhang mit Schrift und Überlieferung nicht mehr erkennbar ist.
    Das Bekenntnis zur Würde Marias als der Mutter des Herrn und der Mutter Gottes begegnet uns sowohl in den ökumenischen Konzilien der Alten Kirche als auch in den Generalkonzilien des Mittelalters.“ (M. Schmaus, Der Glaube der Kirche, V 5 S. 125/126)

  5. #5
    Martin
    Gast

    Standard

    3. Bitte: Heilige Jungfrau über allen Jungfrauen, bitte für uns

    -----

    Auf dem 4. ökumenischen Konzil, dem von Chalkedon im Jahre 451, erhielt Maria den offiziellen Titel "aei parthenos" = allzeit Jungfrau.
    Dieser Titel wurde erst 200 Jahre später päpstlich bestätigt, u. z. durch Martin I. Es handelt sich also um das 3. mariologische Dogma,
    während das 2. mariologische Dogma, nämlich das von der Jungfräulichkeit Marias, bereits früher, 20 Jahre nach Beruhigung des nestorianischen Konflikts (um 500?), verkündet worden war.
    Hinweis auch auf die lehramtliche Bestätigung durch "Taufbekenntnisse" ab 3. bzw. 4. Jahrhundert.

    Nachtrag: Jetzt kann ich noch das genaue Jahr nachtragen.
    Es war auf der Lateransynode im Jahre 649. Es wurde besprochen und gelehrt:

    "Maria habe ohne Samen vom Heiligen Geist empfangen, ohne Verletzung ihrer Jungfräulichkeit geboren und ihre Jungfräulichkeit habe auch nach der Geburt unversehrt fortbestanden."

    Diese Glaubenswahrheit ist zum Prüfstein unseres Glaubens geworden.

    (Gisa)

  6. #6
    Martin
    Gast

    Standard

    4. Bitte: Mutter Christi, bitte für uns

    -----

    Maria, du "Mutter Jesu Christi".
    Gib mir ein Herz wie das deine:
    so schön, so rein, so unbefleckt.
    Ein Herz voll Liebe und Demut.
    Dann kann ich Jesus empfangen im Brot des Lebens.
    Dann kann ich ihn lieben, wie du ihn liebst
    und ihm dienen in der leidenden Gestalt der Armen
    Maria, mach mich zu einem Boten
    der Liebe Gottes und seines Friedens. Amen.
    (Gebet der hl. Mutter Theresa 1987 in Kevelaer)

    (Gisa)

    -----

    Marienhymnus - Sei gegrüsst

    Ave, ave Maria,
    du Mutter des Herrn, o sei gegrüsst!

    Sei gegrüsst, du heiligstes Herz,
    sei gegrüsst, sanftmütigstes Her,
    sei gegrüsst, demütigstes Herz,
    sei gegrüsst, du reinstes Herz,
    Du Mutter des Herrn, o sei gegrüsst!

    Sei gegrüsst, andächtigstes Herz,
    sei gegrüsst, du weisestes Herz,
    sei gegrüsst, geduldigstes Herz,
    sei gegrüsst gehorsamstes Herz.
    Du Mutter des Herrn, o sei gegrüsst!

    Sei gegrüsst, du wachsamstes Herz,
    sei gegrüsst, du treuestes Herz,
    sei gegrüsst, du seligstes Herz,
    sei gegrüsst, barmherzigstes Herz,
    sei gegrüsst, du liebreichstes Herz!
    Du Mutter des Herrn, o sei gegrüsst!

    Wir verehren dich, wir preisen dich,
    verherrlichen dich, dir sagen wir Dank.
    Wir lieben dich und ehren dich
    - nächst Jesus dem Herrn -
    aus ganzer Seele, aus all' unsren Kräften.

    Dir gehört unser Herz, wir schenken es dir,
    dir sei es geweiht, o Maria, nimm es ganz.
    Nimm mein Herz, nimm es hin und besitze es ganz.
    Mach es rein, mach es hell, mach es heil,
    damit du in ihm lebst und regierst jetzt und alle Zeit,
    und in alle Ewigkeit.

    Ave, ave Maria,
    du Mutter des Herrn, o sei gegrüsst! - Amen.

    (Gisa)

  7. #7
    Martin
    Gast

    Standard

    5. Bitte: Mutter der Kirche, bitte für uns

    -----

    Papst Paul VI. hat am 21. Nov. 1964 während einer Konzilsrede

    Maria zur Mutter der Kirche

    erklärt und sagte anschliessend dazu:

    "Wir wollen, dass künftig die allerseligste Jungfrau mit diesem
    liebreichen Titel noch mehr durch das christliche Volk verehrt
    und angerufen werde."

    Wenn man bedenkt, dass Maria die Rosa mystica ist, also die Lehrmeisterin des mystischen Lebens und die Mutter des mystischen (gedachten) Leibes Christi ist, kommt man schnell zu dem Schluss, dass Maria - wie durch das oberste Lehramt der Kirche bestätigt - die Mutter der Kirche ist.

    (Gisa)

    -----

    Dieser Titel wurde 1980 von Papst Johannes Paul II. erlaubt.

    Hier das von ihm verfasste Weihegebet:
    "Maria, reine Jungfrau, Mutter des wahren Gottes und Mutter der Kiche, du erweist deine Milde und Barmherzigkeit allen, die um deine Fürbitte flehen.
    Wir wollen ganz dein sein und mit dir den Weg rückhaltloser Treue zu Christus und seiner Kirche gehen, auf den du uns mit liebender Hand führst.
    Du, unsere Hoffnung, lehre uns, unablässig Christus entgegenzugehen.
    Wenn wir fallen, hilf uns aufzustehen und durch das Bekenntnis unserer Schuld und Sünden im Sakrament der Busse wieder zu ihm zurückzukehren.
    So könnten wir, heiligste Mutter, mit einem Gewissen, das im Frieden mit Gott ist, mit einem Herz frei von Hass und Bösem, allen die wahre Freude und den wahren Frieden bringen, der ausgeht von deinem Sohn, unseren Herrn Jesus Christus. Amen."

    Im KKK steht unter Glaubensbekenntnis, 2. Kap., Art. 9, Abs. 6:

    I - Maria - Mutter der Kirche - Nr. 964 + 965:

    Die Aufgabe Marias gegenüber der Kirche lässt sich von ihrer Vereinigung mit Christus nicht trennen, sondern ergibt sich direkt aus ihr. Diese Verbindung der Mutter mit dem Sohn im Heilswerk zeigt sich vom Augenblick der jungfräulichen Empfängnis Christi bis zu seinem Tod.
    Nach der Himmelfahrt ihres Sohnes stand sie den Anfängen der Kirche mit ihren Gebeten zur Seite. Zusammen mit den Aposteln und einigen Frauen sehen wir ... Maria mit ihren Gebeten die Gabe des Geistes erflehen, der sie schon bei der Verkündigung überschattet hatte.

    III - Maria - eschatologische Ikone der Kirche -
    Kurztexte Nr. 973 + 975:

    Durch ihr "fiat", das Maria bei der Verkündigung spricht und mit dem sie ihre Zustimmung zum Mysterium der Menschwerdung gibt, wirkt sie schon
    am Werk mit, das ihr Sohn vollbringen soll. Sie ist Mutter überall da, wo er Erlöser und Haupt des mystischen Leibes ist.
    Wir glauben, dass die heiligste Muttergottes, die neue Eva, die Mutter der Kirche, im Himmel ihre Mutterschaft an den Gliedern Christi fortsetzt.

    Im GL steht unter Nr. 586 der deutsche Text des bekannten Liedes
    (1. Strophe):

    Gruss dir, Mutter, in Gottes Herrlichkeit,
    Mutter Gottes, Mutter der Christenheit,
    Stern der Hoffnung und Quell der Seligkeit.
    Gruss dir, Mutter, reich an Barmherzigkeit, o Maria.

    Das alte lateinische Vorbild aus dem 14. Jahrhundert lautet:

    Salve
    Mater misericordiae,
    Mater Dei et Mater veniae,
    Mater spei et Mater gratiae,
    Mater plena Sanctae Letitiae,
    O Maria!
    Salve decus humani generis.
    Salve Virgo dignior ceteris,
    quae virgines omnes transgrederis
    et altius sedes in superis.
    O Maria!


    Gebet zur Schwarzen Madonna von Jasna Góra

    "Mutter von Czestochowa, Mutter der Kirche!
    Vereint mit den Scharen der Engel und heiligen Patronen unseres Landes,
    wenden wir uns mit vertrauensvollem Gebet an Dich,
    unsere Mutter und Königin.
    Seit Jahrhunderten ist Jasna Góra in Czestochowa als berühmte
    Gnadenstätte und Ort Deiner unerschöpflichen Barmherzigkeit bekannt.
    Schaue in unsere Herzen hinein, die mit Huld und Verehrung ganz von
    der Liebe zu Dir erfüllt sind.
    Wir bitten Dich: wecke in uns das feste Streben nach Heiligkeit,
    mache unseren Glauben unerschütterlich und missionarisch durch
    den Hl. Geist, entfalte in uns die tiefe und wirksame Liebe zur Kirche,
    erflehe uns bei Gott die ersehnte Gnade ...
    O Mutter mit dem verwundeten Antlitz!
    Nimm mich, meine Familie und alle Freunde ganz in Deine mütterlichen
    Arme und Obhut auf. Voll Zuversicht vertraue ich auf Deine unbegrenzte
    Fürsprache durch unseren Herrn Jesus Christus, deinen Sohn,
    der mit Dir lebt und herrscht in der Einheit des Hl. Geistes
    Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen."

    (Gisa)

  8. #8
    Martin
    Gast

    Standard

    6. Bitte: Mutter der göttlichen Gnade, bitte für uns

    -----

    1. Zu diesem Titel passt auch, wie schon unter dem Titel "Helferin der Christen" aufgeführt, das Gebet:
    Zur Mutter von der immerwährenden Hilfe,
    welches ich nicht nochmal wiederholen möchte.

    2. Am schönsten zu diesem Titel finde ich jedoch das Salve Regina,
    (Hermann der Lahme + 1054):

    Salve Regina,
    Mater misericordiae,
    vita dulcedo et spes nostra, salve.
    At te clamamus, exsules filii Evae.
    Ad te suspiramus, gementes et flentes
    in hac lacrimarum valle.
    Eia ergo, advocata nostra, illos tuos
    misericordes oculos ad nos converte.
    Et Jesum, benedictum fructum ventris tui,
    nobis post hoc exsilium ostende.
    O clemens, o pia, o dulcis Virgo Maria.

    Sei gegrüsst, o Königin,
    Mutter der Barmherzigkeit, unser Leben,
    unsre Wonne und unsere Hoffnung, sei gegrüsst!
    Zu dir rufen wir verbannte Kinder Evas,
    zu dir seufzen wir trauernd und weinend
    in diesem Tal der Tränen.
    Wohlan denn, unsere Fürsprecherin, wende
    deine barmherzigen Augen uns zu,
    und nach diesem Elend zeige uns Jesus,
    die gebenedeite Frucht deines Leibes.
    O gütige, o milde, o süsse Jungfrau Maria.


    3. Hier noch ein Gebet aus dem frühen 8. Jahrhundert
    von Germanos, Patriarch von Konstantinopel
    (und noch immer aktuell!):

    Maria, voll der Güte und Barmherzigkeit,
    wer - ausser deinem Sohn -
    kümmert sich so sehr um die Menschen wie du?
    Wer beschützt uns ohne Unterlass in unsern Nöten?
    Wer befreit uns von den Versuchungen?
    Wer tritt wie du für uns Sünder ein?
    Wer findet wie du Entscheidungen für uns,
    wenn wir in Verzweiflung geraten?
    Als Mutter hast du bei deinem Sohn
    Freiheit und Einfluss,
    du verwendest deine Fürbitte, um uns zu retten.
    Wer wäre niedergeschlagen,
    und wendete sich nicht an dich?
    Wer ist nicht erhört worden,
    nachdem er deinen Beistand angerufen hatte?

    4. Maria ist die Mittlerin aller Gnaden
    (oder Mutter der göttl. Gnade, dürfte doch dem Sinn nach
    kein grosser Unterschied sein).

    Sie hat uns Jesus Christus, die Quelle aller Gnaden geschenkt.
    Das erste Wunder Jesu bei der Hochzeit zu Kana geschah auf
    ausdrückliche Vermittlung seiner Mutter. (Joh.2,1-9)

    Im Lukas-Evangelium 1, 39 ff finden wir bestätigt, dass Maria, als sie ihre Cousine Elisabeth besuchte, schon eine Mittlerin der göttlichen Gnade war, denn als Elisabeth den Gruss Mariens vernahm, freute sich das Kind (Johannes) in ihr und Elisabeth wurde vom Heiligen Geist erfüllt und rief: "Du bist gebenedeit unter den Frauen, und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes. Woher wird mir die Gnade zuteil, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt?...."
    Also war es die Maria, die Elisabeth die Gnade brachte, beide waren zu dem Zeitpunkt werdende Mütter.

    5. Auch bei dem o.a. Titel wieder Hinweis auf KKK Glaubensbekenntnis, Art. 9, Abs. 6, I - Maria Mutter der Kirche, unsere Mutter in der Gnadenordnung, 967 - 970.

    (Gisa)

  9. #9
    Martin
    Gast

    Standard

    7. Bitte: Du reine Mutter, bitte für uns

    -----

    Hymnus: Salve Virgo Benedicta
    "Gruss dir, Jungfrau, hochverklärte,
    die du der verlornen Erde Gottes Heil geboren hast.
    Gruss dir, Jungfrau, Mutter reine,
    Makel ist an dir nicht eine,
    trägst nicht unsre Sündenlast.
    Freu dich, Mutter Jesu, werte,
    freu dich, liebe Hochgeehrte,
    alle Gnad in dir sich find.
    Gottes Hand dich gleich berührte,
    dass du wärst der Menschen Zierde
    durch dein göttlich liebes Kind.
    Auf dich, Maria, hofft die Erde,
    du des Retters Mutter werde,
    ihr erfleh'n Barmherzigkeit..."

    (Gisa)

  10. #10
    Martin
    Gast

    Standard

    8. Bitte: Du keusche Mutter, bitte für uns

Ähnliche Themen

  1. gesammelte Impulse aus den Threads der Tageslesungen
    Von Anna im Forum Bibel und Tagesevangelium
    Antworten: 74
    Letzter Beitrag: 20.04.2010, 06:45
  2. Antworten: 9
    Letzter Beitrag: 29.10.2006, 20:06
  3. Betrachtungen und Impulse zum freudenreichen Rosenkranz
    Von Mariamante im Forum Rosenkränze
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 05.10.2005, 07:39
  4. Maria - Litanei zur Rosa Mystica
    Von Gisa im Forum Litaneien
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 08.07.2005, 21:50
  5. Was sagt man dazu?
    Von ulrich im Forum Kirche und Glaubensfragen
    Antworten: 8
    Letzter Beitrag: 01.05.2005, 22:28

Lesezeichen

Forumregeln

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein

Aktuelles


Gebetsmeinungen des Heiligen Vaters für April 2018

Wir beten zu Gott, unserem Vater, für alle Menschen, die in der Wirtschaft Verantwortung tragen: dass sie den Mut haben, neue Wege zu gehen zum Wohle aller.

Liebe Geschwister im Herrn,
liebe Mitglieder des Marienforums!

Das Marienforum möchte ein Raum sein, wo jeder offen seine Meinung äußern kann. Natürlich ist ein höflicher, geschwisterlicher Ton erwünscht, wobei die Meinungen anderer geachtet werden und keiner Sorge haben muss, aus welchem Grund auch immer beleidigt oder sonst wie verunglimpft zu werden.
Jeder kann Fragen stellen, welche immer so gut als möglich beantwortet werden, solange sie nicht gegen die Moral oder andere Regeln des Forums verstoßen.
Es gibt keine dummen Fragen!

Liebe Freunde des Marienforums, - ich möchte Euch um rege Teilnahme an den Diskussionen bitten, damit das Forum noch vielfältiger in der Verkündigung der Liebe und Barmherzigkeit wird.

Gottes und Mariens Segen
Bruder Ignaz
(Webmaster)
News