Histologische Untersuchung des Fleisches

Das Gewebestückchen, das für die histologische Untersuchung zur Verfügung stand, wog 20 mg. Makroskopisch erschien es homogen
geschrumpft, von gelb-bräunlicher Farbe und äusserst harter Konsistenz. Untersuchung erfolgt im Institut für Vergleichende Anatomie
der Universität in Florenz.

Mikroskopische Befunde:
Die mikroskopische Beschaffenheit des Gewebes zeigte sich in jedem Schnitt identisch, mit Eigenschaften, die deutlich verschieden sind
von frischen Geweben, infolge der Nichtfärbung der Zellkerne und wegen einer gewissen Homogenisierung der Metaplasmen aufgrund
des Alterns und des Fehlens der chemischen Fixierung. Dagegen hat die histologische Konservierung erlaubt, Schlüsse mit absoluter
Objektivität zu ziehen.

Im untersuchten Gewebefragment konnte mit Gewissheit ein gestreiftes Muskelgewebe festgestellt werden. Diese Diagnose
beruht auf morphologischen Gegebenheiten von unbestreitbarem Wert.

Die histolog. Untersuchung erlaubt , folgende Tatsachen festzuhalten:

Gestreiftes Muskelgewebe.

Syncytiale Anlage als Ergebnis der Verbindung der Fasern mit den anliegenden Fasern dank kleiner, bandförmiger Ausdehnungen
und der Verknüpfung und dem Zusammenhang von Faser zu Faser.

Mannigfaltige Orientierung der Muskelfaserbündel in einem gleichen mikroskopischen Beobachtungsfeld.

Eindringen des gestreiften Muskelgewebes in ein Körnchen von Fettgewebe, im Gegensatz zu einer äusseren Randlage.

Beurteilung:
Diese Feststellungen erlauben den Schluss, dass das untersuchte "Fleisch" ein gestreiftes Muskelgewebe des Herzmuskels darstellt.
Diese Ansicht entspricht auch jener von Prof. R. Bertelli von der Universität in Siena.


Untersuchungen des Blutes


Das Blut ist erhalten in der Form von mehreren festen Klümpchen von kastanienbräunlicher Farbe; ihr Aussehen ist dicht,
gleichförmig, und unklar körnig, von fester Konsistenz.

Ergebnisse der mikroskopischen Untersuchung:
Man stellte an allen Beobachtungsfeldern die Anwesenheit unstrukturierten Gewebes fest, das fadenförmig, manchmal netzartig,
seltener körnig ist, mit Mäschchen verschiedenen Umfanges, die im allgemeinen klein sind und an Faserstoff erinnern. Diese Mäschchen
schliessen vage eine körnige oder fein granitartige Substanz von grüngelber Farbe ein, was annehmen lässt, dass sie dem Hämoglobin
entstammt.


Mikrochemische Untersuchung:
Der Test für Hämatin-Chlorhydrat und Hämachromogen war negativ, aber ohne wesentlichen Wert wegen verschiedener vorhandener
Phänomene da Blutpigment die Fähigkeit zur Kristallbildung verlieren kann.

Untersuchung der flüssigen Oxydationsfermente:
Das Vorhandensein von Oxydationen wurde an einem Tropfen des Blutes geprüft. Das Ergebnis war positiv. Der Wert von solchen
Fermenten für die Identifizierung von Blut ist gross, jedoch nicht absolut.Das hier erhaltene positive Ergebnis lässt immerhin auf die
mögliche hämatische Natur des untersuchten Stoffes schliessen.

Chromatographiosche Analyse:
Weil die Morphologie des untersuchten Stoffes abwich vom Blut und weil die Tests auf Hämatin und Hämatochromogen negative Resultate
zeigten, war es nötig, die Untersuchung chromatographisch zu erweitern, um die Blutnatur der untersuchten Substanz zu beweisen.

Die Dauer des Experimentes betrug 90 Minuten. Die Deutung ist fraglos, die Prüfung ist wiederholbar. Sie ist im vorliegenden Fall
dreimal wiederholt worden.

Beurteilung:
Die chromatographische Analyse mit dünner Schicht ergibt mit absoluter Gewissheit, dass der solide Stoff, der als
"Blut des eucharistischen Wunders von Lanciano" bezeichnet wird, echtes Blut ist, und diese Versicherung stellt zugleich die
definitive und unwiderlegbare Antwort auf die gestellte Frage dar.

Immunologische Untersuchung zur Feststellung der Art des Fleisches und des Blutes

Von grundlegender Bedeutung ist die sich stellende Frage, wenn man ein Gewebe untersucht, das Gegenstand jahrhundertealter
Verehrung ist: Welcher Art Gewebe gehört es an? Darf ausgeschlossen werden, dass es sich um ein tierisches Gewebe handelt?

Es wurden verschiedene moderne Untersuchungsmethoden benutzt, wie sie häufig auf dem Gebiet der Gerichtsmedizin und der
Immunologie zur Anwendung kommen. Die Ergebnisse solcher Untersuchungen gelten seit Jahrzehnten als einwandfrei infolge
der zahlreichen Kontrollen, die diese Methode erfordert.

Im vorliegenden Fall beweist die Reaktion zwingend die immunologische Begegnung, die sich vollzieht zwischen dem präzipierenden
antihumanen Serum und den noch im Blute und im Fleische vorhandenen Antigenen.

Aufgrund solcher Ergebnisse darf man, ohne Kritik befürchten zu müssen, die menschliche Natur des Fleisches und des Blutes
als echt erklären.

Bestimmung der Blutgruppe

Die heutigen Kenntnisse in der Immuno-Hämatologie erlauben, die Blutgruppe eindeutig zu bestimmen, der gealterte und beschädigte
Gewebe und die verschiedenen Säfte des Organismus angehören. Die dafür benutzten Techniken benötigen nicht, wie es sonst die
Regel ist, die roten Blutkörperchen oder das Blutserum des untersuchten Subjektes als Substrat für die Reaktion.

Untersuchungsbefund:
Das Ergebnis kann folgendermassen zusammengefasst werden: Die mit der Dilutionsflüssigkeit des Blutes und des Fleisches in Kontakt
gebrachten Papierstreifen haben die Antigene absorbiert. Diese selbst haben sich in der Folge in Kontakt gesetzt mit den anhaftenden
Antikörpern anti-A und anti-B, die an die o. g. Antigene gebunden sind.

Darum erlaubt die heikle immunohämatologische Untersuchung in aller Objektivität und Gewissheit zu behaupten, dass das "Blut"
und das "Fleisch" des euchar. Wunders von Lanciano der gleichen Blutgruppe AB angehören.

Weitere Blutuntersuchungen

Elektrophorese der Proteine:
Es ist wahrhaft wunderbar, dass die in einem Blut so hohen Alters gesammelten Proteine eine elektrophoresische Spur liefern,
die ein Profil präsentiert, das frischem Serum eigen ist und die ein prozentuales Verhältnis der verschiedenen Bruchstücke aufweist,
das den normalen Werten der normalen sero-proteinschen Formel entspricht.

Schlussfolgerung:
Die nach Konzentration der Proteine auf dem Wege der Dialyse erhaltene elektrophoretische Spur weist den absolut normalen
Typus auf und ermöglicht, das Profil des echten Blutes des eucharistischen Wunders von Lanciano noch besser zu definieren.
Die im Blut vorhandenen Proteine sind normal verteilt in einem prozentualen Verhältnis, wie es das Blutbild normalen, frischen
Menschenblutes
aufweist.

Chemische Analyse der mineralischen Komponenten:
Es konnten die Werte für Calcium, Chloriden, Phosphor, Magnesium, Kalium und Natrium ermittelt werden.
Die Quantitäten waren - bis auf Calcium - vermindert im Verhältnis zu normalem Blut, doch relativ wenig
verschieden von den Quantitäten der normalen, getrockneten menschlichen Blutproben. Man kann sagen,
dass sich im grossen und ganzen, die Bestandteile des Blutes von Lanciano während über
1000 Jahren in einer Weise erhalten haben, die sich von den getrockneten Blutproben nicht unterscheidet.

Die quantitativen Verminderungen der Mineralien müssen teils den Altersveränderungen, teils dem Austausche zugeschrieben werden,
der sich gewöhnlich vollzieht zwischen den Substanzen und den Glaswänden des Behälters. Solche Reaktionen bringen meistens
einen Verlust der aufbewahrten Substanz mit sich, aber man kann auch eine Vermehrung derselben nicht ausschliessen, wie es mit
dem Calcium geschehen ist. Eindringen von Calcium von Mauern in den Kelch ist nicht unwahrscheinlich. Ein derartiges Phänomen ist
in der Chemie wohlbekannt.

Zusammenfassende Beurteilung:
Selbst wenn man die Beweise der Untersuchungen ausscheiden und andere Wege diagnostischer Überlegungen einschlagen würde,
vermöchte man zu keiner anderen Interpretation gelangen. Die Ergebnisse der Untersuchungen, insbesondere jene über die Natur
des Fleisches, machen eine Hypothese, dass es sich um eine während der Jahrhunderte bewerkstelligte Fälschung handeln
könnte, unwahrscheinlich.

Ruggiero Bertelli, Professor für Histologie an der Universität Siena, hat die Untersuchungsergebnisse am 26.02.1971 bestätigt.

Falls jemand interessiert ist, die genauen Untersuchungsmethoden sowie die ermittelten detaillierten Werte zu erfahren, dem sei
das Buch "Das Eucharistie-Wunder von Lanciano", Autor Bruno Sammaciccia, ISBN 3-907523-35-0, Parvis-Verlag, Hauteville/Schweiz,
sehr empfohlen. (Ich danke dem Verlag nochmals für die Genehmigung, aus dem genannten Buch zu zitieren.)

Hier folgt noch das Nachwort des Verfassers:

Ich hoffe, etwas beigetragen zu haben zu einem Werk geistlicher, medizinwissenschaftlicher und historischer
Bedeutung, das nicht auf meinem eigenen Wissen, sondern auf Dokumenten der genannten Gebiete seine Grundlage hat.
Diese Dokumente wollte ich der Öffentlichkeit zugänglich machen. Ich hoffe, es sei ein ernstzunehmendes Buch
geworden, das von der grossen Liebe zeugt.

Das Eucharistische Wunder von Lanciano ist nicht nur ein Geschenk zur Stärkung unseres Glaubens, das man
hochschätzen und betrachten soll. Es ist auch eine sanfte, aber eindringliche Einladung, unser Denken auf das
geheimnisvolle Opfer zu lenken, das Jesus für die Erlösung der Menschen Gott dargebracht hat.

Ich wünsche den Gottlosen, wahrhaftig meditieren zu lernen, den Gläubigen, Freude am Gebet zu finden,
den Leidenden Trost in der Hoffnung und im Glauben schöpfen zu können, den Rationalisten ein anderes Mass
für ihre Hierarchie der Werte. B.S.


Den Worten des Verfassers möchte ich mich anschliessen und hoffe von Herzen, dass dieser ausführliche Bericht über das Eucharistie-Wunder von Lanciano, der nicht nur eine Gesichte wie viele andere, sondern wissenschaftlich untermauert ist, zur Stärkung im Glauben an die heilige Eucharistie beiträgt, da doch die hl. Eucharistie unser höchstes Gut ist.

Möchte jemand etwas dazu sagen, dann bitte einen neuen Thread im Anschluss an diesen 3 Teile umfassenden Beitrag eröffnen.

Mit herzlichem Gruss,
Gisa